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Unsere Klassen

Natur entdecken – ein Projekt des Schulbiologiezentrums Hannover, in Kooperation mit dem Kreisjugendwerk Hannover und der Friedrich- Ebert Schule Hannover.

 

Nun ist es endlich soweit. Ich treffe zum ersten Mal die 15 Mädchen und Jungs, die sich mit mir auf das Abenteuer Natur entdecken einlassen wollen. Die AG, die erstmalig in Kooperation zwischen dem Schulbiologiezentrum Hannover dem Kreisjugendwerk Hannover und der Friedrich-Ebertschule Hannover stattfindet, sucht spannende Rätsel und Abenteuer im ganz normalen Lebensumfeld.

Gemeinsam wollen wir die Tier- und Pflanzenwelt entdecken, die uns täglich umgibt und mit den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft experimentieren. Wir, das sind Mädchen und Jungen der 3. und 4. Klasse und ich. Ich bin Birgit Brinkmann, Diplomsozialwissenschaftlerin mit dem Spezialgebiet Ernährung und Ökologie. Seit 2015 arbeite ich als externe Lehrkraft in den Botanischen Schulgärten Burg und Linden des Schulbiologiezentrums Hannover. Bisher bilden dort die beliebten Gemüsekurse, die ich übernommen habe und verschiedenste Veranstaltungen zum Thema gesunde Ernährung meinen Angebotsschwerpunkt. In diesem Rahmen darf ich auf dem wundervoll gestalteten Gartengelände auf die Suche nach essbaren Wildpflanzen gehen, um sie gemeinsam mit meinen Kursteilnehmern zu ungewohnten kulinarischen Genüssen zu verwandeln. Einen ganz besonderen Stellenwert hat dabei die Brennnessel!!!

Jetzt stehe ich auf dem Schulhof der Friedrich Ebert Schule und halte gespannt ein großes Schild mit der Aufschrift Natur entdecken und einer liebevoll gestalteten Grashüpferzeichnung hoch, den mir Kathrin Seeliger, die Koordinatorin der Ganztagsbetreuung vom Kreisjugendwerk in die Hand gedrückt hat. Was für Persönlichkeiten werden in der AG zusammenkommen? Werden wir im kommenden Jahr ein Team werden? Eine Gemeinschaft?

 

4.8.2016

Das erste Treffen

Ich gehe zunächst die Anwesenheitsliste durch. 2 Kinder fehlen. Ein Schüler wird von den Anwesenden entschuldigt, den Namen des anderen gebe ich, wie besprochen, durch das Funkgerät an Kathrin Seeliger weiter, das mir vorher von ihr überlassen wurde. Auch er ist entschuldigt. Es kann losgehen!

Nachdem ich mich kurz vorgestellt habe, spielen wir ein Kennenlernspiel, das so einige Lacher hervorruft. Danach lasse ich mir von den Kindern den Schulgarten zeigen. Bereits auf dem Weg dorthin entdecken wir einen Gingkobaum. Die Kinder sind begeistert, als sie erfahren, dass schon die Dinosaurier diese Blätter gegessen haben.

Im Schulgarten bilden wir Gruppen, die sich auf die 5 vorhandenen Hochbeete aufteilen. Jede Gruppe soll sich in ihrem Beet eine Pflanze aussuchen, und später im Plenum darüber etwas erzählen. Wir erfahren spannendes über Äpfel, Erdbeeren, Kartoffeln und Oregano. Dann finden wir noch eine Pflanze, die intensiv duftet, wenn man sie streichelt. Aber wonach? Gar nicht so leicht den Duft einzuordnen. Ah, nach Curry. Mhhh!

Wir sammeln uns wieder im Unterrichtsraum. Ich schlage vor beim nächsten Mal am nahen Bach keschern zu gehen. Die Kinder sind einverstanden und versprechen beim nächsten Mal an Gummistiefel und wenn nicht vorhanden an ein Handtuch zum Füße abtrocknen zu denken.

Zum Schluss erzähle ich etwas über einen von mir mitgebrachten Tomatenzweig in einem Wasserglas. Mit ihm starten wir ein Tomatenexperiment. An dem Zweig befinden sich schon zahleiche Blüten. Werden sich aus diesen Blüten Früchte entwickeln?

Evi darf Lottofee spielen und aus den vorbereiteten zusammengefalteten Zetteln mit den Namen der AG Teilnehmer, den Wächter über unser Experiment ziehen. Blennard wird in der nächsten Woche darauf achten, dass der Tomatenzweig immer im Wasser steht. Wir freuen uns auf´s nächste Treffen…

 

11.8.2016

Alles im Kescher

Hurra, sie lebt noch. Blennard zeigt uns den Tomatenzweigschnittling an dem sich in der letzten Woche bereits an 2 Blüten kleine grüne Wölbungen gebildet haben. Er darf nun den nächsten Experimentwächter auslosen. Marie bekommt eine kleine Einführung, zu dem, was sie bis zum nächsten Donnerstag beachten muss.

Nun stellt sich Erik vor. Er ist heute vom Schulbiologiezentrum mitgekommen. Er macht dort ein freiwilliges ökologisches Jahr und ist heute ausnahmsweise als Kescherexperte mit dabei. Wir gehen gemeinsam zu meinem Auto. Der Kofferraum quillt über vor Utensilien: Kescher, Binokulare, Becherlupen, Eimer, Flache Schalen, Bestimmungsbücher und -tafeln, Petrischalen, Meßlöffel, Pipetten…

Jeder muss beim Tragen helfen, denn wir müssen mit dieser umfangreichen Ausrüstung zum Bach. Der Bach ist voller grüner Algenschlieren, und es ist gar nicht so einfach dazwischen mit dem Kescher etwas heraus zu angeln. Nur ein paar der Kinder haben an Gummistiefel gedacht, barfuß möchte niemand in den schlammigen Untergrund hinein. 2 Kinderfüße stecken weiß besockt in Sandalen und ein Mädchen rutscht gleich der Länge nach auf den glitschigen Uferrand und will nach Hause.

Am Ende haben wir einen toten Fisch, Schnecken und einige Insektenlarven in unseren Schalen. Einige Kinder gehen mit Erik die Uferböschung hinauf. Die Kinder saugen Mückenlarven in die Pipetten und lassen sie vorsichtig in die Petrischalen gleiten, nun geht es unter die Binokulare. Erik hat viel zu tun, bis die Kinder unter den Binokularen auch etwas erkennen können. Die anderen wollen noch weiter keschern. Große Aufregung. Einige Kinder versinken mit ihren Gummistiefeln fast im Morast.

Nach viel zu kurzer Zeit muss ich schon wieder zum Aufbruch blasen, alle wollen noch bleiben! Wir befreien unsere tierischen Gefangenen und machen uns vollbepackt auf den Rückweg. Auf dem Schulhof folgt eine Reinigungsaktion der Gerätschaften, die ersten Eltern warten schon…

 

18.8.2016

Die Suche nach Salikorn

Heute war zum ersten Mal Steffi da, sie macht ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Kreisjugendwerk und wird uns von jetzt an regelmäßig begleiten.

Die Fösse, der Bach in dem wir beim letzten Mal gekeschert haben ist ein salziger Bach an dessen Ufer sich Salzwiesen gebildet haben. Salzwiesen findet man normalerweise nur an den Meeresküsten, aber mitten in Hannover? Wir wollen diesmal schauen, ob wir ein besonderes Salzwiesenkraut finden, das dort vorkommen soll: Salikorn. Um die Suche zu erleichtern hatte ich einen Zweig Salikorn, auch Queller genannt, aus dem Schulbiologiezentrum mitgebracht. Und so machten wir uns auf den Weg.

Doch wir hatten nicht mit den fleißigen Stadtgärtnern gerechnet. Die Wiesen waren flächendeckend gemäht, so dass wir uns spontan etwas anderes ausdenken mussten.

Das fiel den Kindern nicht schwer: Als erstes entdeckten sie schwarz-blaue Beeren an Sträuchern. Die ersten Beeren stammten vom Liguster und konnten nur von Vögeln verzehrt werden, die 2. Sorte stellte sich jedoch als essbar für Menschen heraus, es waren Schlehenfrüchte. Jeder durfte nun eine Schlehe pflücken. Nachdem wir sie genauestens betrachtet und die Erkennungsmerkmale besprochen haben, durfte jeder seine Frucht probieren. Sie schmeckte zuerst sehr sauer, dann etwas bitter und zum Schluss machte sich ein pelziges Mundgefühl breit. Die Kinder verzogen ihr Gesicht.

Ich erklärte ihnen, dass man diese Früchte traditionell erst nach dem ersten Frost erntete, wenn sie schön süß sind.

Dann kam eine Radfahrerin mit 2 niedlichen kleinen Hunden vorbei. Nun wurden erstmal ausgiebigst die Hunde gestreichelt. Das Frauchen gab begeistert Antwort auf die vielen Fragen, die die Kinder hatten. Währenddessen hängten sich einige Kinder an einen dicken Weidenast in der Nähe und testeten, wer den Zweig am weitesten herunterdrücken kann. Er wippte super toll und so wurde daraus eine Herausforderung für die ganze Gruppe.

Leider waren inzwischen einige Äste abgebrochen. Wir beschlossen aus den Zweigen einen Kreis zu bilden, den wir mit großen Ahornblättern, die andere Kinder gefunden hatten, schmückten.

Am Ende durfte jeder, der wollte, einen Zweig mitnehmen, den Rest sammelten wir ein und verteilten sie unter den Büschen.

Auf dem Rückweg entdeckte noch jemand Beifuß, ein altes Küchenkraut, das früher als Gewürz für fetten Gänsebraten verwendet wurde.

 

27.8.2016

Brenn-Ess-L-Körnchen

Es ist der heißeste Sommertag dieses Jahres und das Kreisjugendwerk spendiert uns allen ein Wassereis in Tüten. Mit erste Hilfetasche, Trinkwasservorrat, Bechern, Sieb, Schale, dicken Handschuhen und klebrigen Fingern geht´s dann endlich los!

Diesmal machen wir uns auf den Weg um Brenn-Ess-L-Körnchen zu suchen. Es ist mal wieder gar nicht so einfach auf der gesensten Parkfläche noch einige tragende Brennnesselweibchen zu finden. Aber am Ende stöbern wir einige Pflanzen im schattigen Gebüsch auf.

Die Kinder lernen den Unterschied zwischen Brennnesselweibchen und –männchen kennen. Sie erfahren warum die Samen so wertvoll für unsere Ernährung sind und dürfen jeweils eine Handvoll der Samen in, mit ihrem Namen versehenen, Papiertütchen mit nach Hause nehmen. Alle versprechen die Papiertüten beim nächsten Mal wieder mitzubringen.

 

01.09.2016

Nochmal Brennnesseln

Da beim letzten Mal einige auf Klassenfahrt waren, beschließen wir noch einmal zu den Brennnesseln zu gehen. Schon auf dem Weg dorthin bemerken die Kinder die nachgewachsenen Brennnesseltriebe am Wegesrand. Sie sind allerdings noch zu klein zum Ernten.

Wir versammeln uns wieder an unserer schattigen Brennnesselstelle und nun dürfen sich auch die restlichen Kinder Brenn-Ess-L-Körnchen in ihre Tüten stecken.

Alle gemeinsam hören nun von der Prinzessin Marleen, die 7 Jahre lang in ihrer Verbannung ausschließlich von rohen Brennnesseln gelebt hat. Nun ist es an der Zeit selbst mal die frischen zartgrünen Blättchen zu probieren. Natürlich nachdem wir die tückischen Brennhaare unschädlich gemacht haben.

Man gut, dass wir unsere Handschuhe wieder dabei haben J

 

08.09.2016

Hitzefrei

 

15.09.2016

Apfelbewohner

Unter den Apfelbäumen liegen die ersten Äpfel. Sie verlocken zum Reinbeißen, sind aber noch sehr sauer.

Nicht nur uns schmecken Äpfel. Eine Vielzahl verschiedenster Lebewesen lebt auf, von und in den Früchten der Apfelbäume. Wir sind heute unterwegs auf dem Sportplatz der nahegelegenen IGS. Bewaffnet mit 2-Wegelupen und entsprechenden Bestimmungsbüchern aus dem Schulbiologiezentrum Hannover rücken wir den Apfelbewohnern auf die Pelle.

Besonders spannend ist die Larve des Apfelwicklers. Vor allem die größeren Tiere lassen sich gut beobachten. Bei den Kindern keimt schon die Hoffnung auf, die Tiere als Haustiere zu halten. Doch schade, Futter nehmen sie nicht von uns an.

Wir lassen die witzigen, neugewonnenen kleinen Freunde also schweren Herzens wieder frei, beziehungsweise betten sie wieder in den Apfelhaufen aus aufgeschnittenen und geschlossenen Äpfeln.

Hoffentlich gefällt ihnen ihr neues Zuhause…

 

22.09.2016

Bienen

Gibt es eigentlich noch Arbeit für die Bienen? Schon im Frühling haben sie fleißig Nektar gesammelt und dabei die Blüten der Obstbäume befruchtet. Den ganzen Sommer über konnten wir dank ihnen leckere Früchte ernten und jetzt im Herbst reifen endlich die dicken Äpfel.

Im Schulgarten der Friedrich Ebert- Schule, der im Rahmen der Ganztagsbetreuung vom Kreisjugendwerk betreut wird, finden wir tatsächlich noch eine Biene, die die letzten Blüten besucht.

Eine gute Gelegenheit noch einmal gemeinsam über eins unserer wichtigsten Nutztiere zu sprechen: die Biene. Nachdem wir uns gegenseitig unser Wissen über die Biene mitgeteilt haben, spielen wir gemeinsam verschiedene Bienenspiele.

So schön kann lernen sein ;)

 

29.09.2016

Exkursion

Eigentlich hatte ich für den heutigen Tag eine längere Exkursion geplant, aber es ist schon wieder so heiß und die Kinder möchten lieber auf dem Schulgelände bleiben.

Also verteile ich die Bestimmungsbücher und die Kinder teilen sich in verschiedene Gruppen auf: die Baumgruppe, die Blütenpflanzengruppe und die Tiergruppe. Die Kinder machen sich auf die Suche. Auf dem Gelände der Friedrich –Ebert-Schule gibt es doch mehr als man denkt.

Nur die Blütenpflanzengruppe stellt nach dem Fund einer einzigen Blüte enttäuscht fest: Das war´s!

Kurzentschlossen machen wir uns auf den Weg um das Schulgelände herum und finden auf diesem kurzen Weg 15 verschiedene Blütenpflanzen!

Wir treffen uns anschließend wieder mit Steffi, unserer FSJ, die bei  den anderen Gruppen geblieben war und beschließen im kühlen Klassenraum unsere Funde zu bestimmen und zu besprechen.

Rechtzeitig vor den Herbstferien ändern  wir unser Langzeittomatenexperiment. Die verschiedenen Experimentwächter haben ganze Arbeit geleistet: unsere Testtomate hat bereits 2 reife Früchte und Wurzeln bekommen und muss nun dringend in die Erde.

Ich habe noch weitere teilweise bewurzelte Schnittlinge meiner Minipflücktomate von zuhause mitgebracht und jeder der möchte, darf eine Experimentpflanze mit nach Hause nehmen.

Ob wir es schaffen, sie auf der Fensterbank zu überwintern, bis wir sie im nächsten Sommer in den Schulgarten pflanzen können?

 

20.10.2016

Hexenei und Krakenpilz

Endlich hatten wir genug Regen um uns auf die Suche nach Pilzen zu machen. Die Kinder halten begeistert Ausschau nach Hexeneiern, einer essbaren Vorstufe des Stinkmorchels und dem aus Australien und einigen anderen Ländern von der unteren Erdhalbhälfte  eingewanderten Tintenfischpilz.

Der Tintenfisch- oder auch Krakenpilz bildet genauso wie die Stinkmorcheln die sogenannten Hexeneier aus. Sie unterscheiden sich von denen der Stinkmorcheln durch die rote Farbe. Auch sie sollen schon gegessen worden sein. Die Pfanne steht schon bereit :)

Wir finden weder die Hexeneier noch die eigentlichen Fruchtkörper dieser spannenden, aber leider ansonsten ungenießbaren Pilze. Das einzige Hexenei, das wir finden, entpuppt sich als  angegammelter Zierkürbis.

Außer ein paar harten, kleinen Baumpilzen ist von Pilzen überhaupt nichts zu sehen. Dafür stoßen wir auf völlig intakte Blütenzweige, auf einem Kompostplatz, die uns  unseren Ausflug doch noch etwas versüßen.

Ápropos versüßen. Etwas zum Naschen finden wir doch noch: Die roten Samenmäntel einer Eibe locken am Wegesrand. Sie sind das einzige Essbare an dem sehr giftigen immergrünen Nadelbaum. Der klebrige Sirup tritt bei der kleinsten Berührung aus der roten Hülle sofort aus. Die Kinder haben sofort den Bogen raus, wie sie an die Süßigkeit kommen, ohne den schwarzen, giftigen Samen in der Mitte in den Mund zu bekommen.

Lecker. Süßer Sirup aus der Natur!

 

27.10.2016

Endlich Pilze!

Auch diesmal machen wir uns frohen Mutes mit unseren Spankörbchen auf die Suche nach Pilzen. Wir schlagen einen etwas anderen Weg ein. Und siehe da: plötzlich sehen wir überall kleine dünne Röhrenpilze aus dem Boden sprießen.

Und nicht nur das. Die Kinder entdecken einen tollen versteckten Kletterbaum, der sofort im Pulk erklommen wird.

Auch die Fösse ist in diesem Teil des Parks viel einladender. Der Bach darf hier relativ frei mäandern. Es gibt flache Bereiche und jemand hat dicke Steine in so manche Kurve gelegt, die zum Überqueren herausfordern.

Wir beschließen im Sommer hier ein Picknick zu veranstalten. Die Kinder sind kaum weiterzubewegen.

Zum Bestimmen der Pilze bleibt keine Zeit mehr. Wir trennen nur noch die Hüte ab und legen sie auf ein weißes Blatt Papier.

Nächste Woche können wir dann die Muster der Pilzsporen begutachten.

 

3.11.2016

Welcher Pilz ist das?

Es regnet. Wir wollen aber trotzdem wieder mit den Körben losziehen. Zum Glück gibt es bunte Regencapes vom Kreisjugendwerk und los geht´s.

Schon kurz darauf hört es auf zu regnen. Gut, dass wir uns davon nicht abhalten lassen haben. Alles duftet und die Regentropfen glänzen an den Zweigen.

Wir drehen heute nur eine kleine Runde und werden bei unserer Abkürzung von richtig riesigen Pilzen belohnt. Auf einer Wiese finden wir weiße, große Pilze, die Champignons ähnlich sehen und nicht weit von unserer Schule entfernt stoßen wir auch noch auf dicke braune Lamellenpilze.

Im Klassenraum angekommen bestaunen wir die Sporenmuster , die unsere Pilzhüte von letzter Woche auf das Papier gemalt haben. 2 Muster sind braun und eins ist tiefschwarz. Nun werden die Pilzbestimmungsbücher hervorgeholt.

Gar nicht so einfach: Es gibt so viele Dinge, die man dabei beachten muss!

Und die Zeit sitzt uns schon wieder im Nacken.

Der Kleine müsste ein weißmilchender Helmling sein.

Und der Weiße? Ein Champignon ist es  jedenfalls mit Sicherheit nicht! Vielleicht ein Karbolegerling? Mal sehen, was die Hutsporen uns nächste Woche verraten…
 

10.11.2016

Fernsehen mal anders

Heute gehen wir mit Ferngläsern auf die Pirsch. Ich habe für jeden von uns ein Fernglas aus dem Schulbiologiezentrum ausgeliehen und als erstes gibt es eine kleine Einführung inklusive Bedienungsanleitung.

Nun aber los!

Nur ein paar Augenblicke von unserer Schule entfernt können wir schon die ersten Vögel beobachten:  Tauben, Kohlmeisen und Amseln. Es ist toll diese allgegenwärtigen Stadttiere mit dem Fernglas ganz nah heranholen zu können. Zum Greifen nah!

Aber was ist denn das? Da beobachtet uns doch jemand mit dem Fernglas von einem Balkon aus? Ach so! Das ist nur eine Puppe!

Wir wandern zwischen den Gartenkolonien und an der Fösse entlang, aber Tiere entdecken wir nicht mehr. Als die langgezogene  Exkursionsgruppe an einem fruchtbehangenen Schlehenstrauch vorbei kommt  testen einige Kinder, ob die Schlehen inzwischen süßer geworden sind.

Und dann wird es schon wieder höchste Zeit für den Rückweg.

 

17.11.2016

Vor dem Wald liegt der Bach

Beim letzten Mal haben uns einige Spaziergänger von dem kleinen Wäldchen erzählt. Dort soll es viel zu erleben geben. Also legen wir diesmal gleich einen Zahn zu um den weiten Weg zum Wald zu schaffen.

Vom Kreisjugendwerk gibt es auch noch kleine Büchlein über den Wald geschenkt. Dann kann ja nichts schief gehen.

Mit umgeschnallten Ferngläsern geht es zügig los. Steffi  treibt die Nachzügler an und ich versuche, wie üblich die Schnellsten etwas abzubremsen. Doch dann verlieren wir die Mitte: Zwei bombastische Kletterbäume ziehen die Kinder magisch an und sind schneller in die Bäume entfleucht, als man gucken kann. Behende wie eine Makakenhorde erobert nun die ganze Truppe die Baumkrone.

Am Wegesrand aufgeschichtete Zweige laden außerdem zum Spielen ein. Na gut. Kleine Spiel, Kletter- und Baupause.

So. Weiter geht´s.

Diesmal bewache ich die Mitte. Und dann kommt der Bach! Unsere mäandernde Lieblingsstelle ist eben einfach der beste Abenteuerspielplatz weit und breit.

Dann gehen wir eben ein andermal in den Wald!

 

24.11.2016

Gespenstschrecken

Da wir unterwegs so selten Tiere treffen, bringe ich heute mal welche aus dem Schulbiologiezentrum mit. Es sind Gespenstschrecken.

Wir haben Glück, es gab grade Exemplaren in ganz unterschiedlichen Altersstufen. Die kleinste ist gerade mal 2 cm groß, das große Weibchen hat eine Länge von  14 cm.

Wir fangen mit der kleinsten an, zum angewöhnen, die Großen sehen wirklich zum Fürchten aus!

So sehr zum Fürchten, das einige Kinder schreien und weinen. Sie haben Angst davor sie anzufassen. Wir verteilen deshalb die Gruppe auf zwei Tischkreise:

Die eine Gruppe bekommt Tierbücher, in denen sie für uns etwas über die Gespensterschrecken recherchieren können.

Die andere Gruppe lässt vorsichtig die kleinste Gespenstschrecke von einer Hand zur anderen krabbeln.

Ein komisches Gefühl. Wie das kribbelt und krabbelt. Mit den mitgebrachten Handlupen aus Burg kann man auch die Details der Minischrecke gut sehen.

Alle sind dafür als Nächstes die größte Schrecke wandern zu lassen. Als sie auf der ersten Hand startet, ziehen es jedoch einige vor nur mit der Lupe näher zu kommen. Doch ganz schön groß und gruselig!

Einige finden sie dagegen so spannend, dass sie sie am liebsten als Haustier mit nach Hause nehmen möchten. Zumal die Tiere nur Brombeerblätter und ein paar Tropfen Wasser zum Leben brauchen. Doch Sie brauchen mindestens eine Raumtemperatur von 22 Grad und so warm sollte man es in der Menschenwohnung, vor allem nachts, nicht haben. Außerdem sind Gespensterschrecken nachtaktiv und möchten am Tag eigentlich gern in Ruhe gelassen werden.

Wie gut das es Einrichtungen gibt, in denen man sich auch solche exotischen Tiere einmal gründlich anschauen kann!

 

01.12.2016

Abenteuer Wald

Wir haben es diesmal endlich geschafft den ersehnten Wald zu erreichen. Das Waldstück ist zwar nicht besonders groß, aber es bot doch ungeahnte Abenteuermöglichkeiten.

Als erstes führte uns der Trampelpfad mitten durch ein Feld immergrüner Goldnessel. Das man selbst im Winter noch frisches Wildgemüse sammeln kann, war eine Überraschung für die Schüler.

Ein Stückchen weiter entdeckten wir das absolute Highlight: eine Art improvisierte kleine Siedlung. Sie bestand aus einem Tipi aus Zweigen, einem offenen Halbkreis und verschiedensten Utensilien aus Ästen. Alles wurde sofort in Beschlag genommen. Die einen machten sich daran das „Häuschen“ zu inspizieren und aufzuräumen, einige sammelten Äste um den Halbkreis aufzustocken und der Rest schwärmte in alle Richtungen aus um das Terrain zu erkunden.

Eine besondere Herausforderung stellte ein halb verrotteter dicker Baumstamm an dem sich die Entdecker lautstark zu schaffen machten, bis dort schließlich alle gemeinsam zusammenkamen.

Der Plan war, unter dem Stamm nachzusehen, ob sich darunter Tiere versteckt halten. Jeder suchte sich einen stabilen Ast um dann mit vereinten Kräften den Stamm umzuhebeln. Und? Ja, es gelang. Ein größeres Tier, etwa eine Schlange, eine Maus oder eine dicke Kröte, wie erhofft, war allerdings nicht zu sehen. Vielleicht im Sommer!

 

08.12.2016

Spielplatz unter neuem Fokus

Kann man auf einem Spielplatz Natur entdecken? Um diese Frage zu beantworten, machen wir uns auf den Weg zum nahegelegenen „Postspielplatz“.

Zunächst sind erstmal die unterschiedlichen Spielgeräte dran. Beim Klettern und Rutschen finden die Schüler die ersten Tierspuren. Vogel Kot, Herbstblätter auf dem Weg zum Blattskelett und angeknabberte Samen von der Baumhasel, die gemeinsam mit verschiedenen anderen Gehölzen eine Hecke bildet. Die Samen der Baumhasel erinnern an Haselnüsse und tatsächlich: sie sind auch essbar für Menschen. Einige werden in Ermangelung eines entsprechenden Steines mit Hilfe eines Schuhabsatzes geknackt - und für lecker befunden.

Eine weitere Attraktion der Natur sind die rot überhauchten Zweige des Hartriegels, die aussehen, als hätte sie jemand angemalt. Dieses Phänomen kann man nur im Winter bestaunen.

 

15.12.2016

El Dorado

Als feierlichen Abschluss vor den Winterferien geht es diesmal zum El Dorado. Diese Einrichtung gehört zur Arbeiterwohlfahrt und kooperiert mit dem Kreisjugendwerk.

Der trübe nebel-nieselige Wintertag ist wie geschaffen für das lodernde Lagerfeuer, dass wir gemeinsam entfachen. Marschmallows werden auf angespitzte Zweige gesteckt und über dem Feuer geröstet. Dabei erfahren die Schüler  wie aufmerksam man dabei sein muss, um die wertvolle Fracht weder zu verlieren, noch zu verkohlen. Zum Glück sind genug Marshmallows da!

Ápropos Marshmallows. Alle staunen nicht schlecht, als sie erfahren, das Marshmallows eigentlich mal eine Hustenmedizin waren. Der englische Name, der übersetzt etwa Feuchtwiesenmalve bedeutet, weist auf die ursprüngliche Herstellung aus mit Zucker gekochten Malvenblüten hin.

 

12.01.2017

Pflanzenkinderstube

Auf Wunsch der Schüler gibt es heute eine Praxisstunde zum Thema Pflanzenkinderstube. Zu diesem Zweck bekamen wir Stecklinge, Jungpflanzen, Zeigerpflanzen, Töpfe und Erde aus Schulbiologiezentrum.

Am Beispiel von Brutblatt und Tradeskantie lernen die Kinder verschiedene Vermehrungsmethoden von Pflanzen kennen. Nach einer kleinen Einführung und Pflegetipps dürfen sie jeweils 2 Töpfe mit den beiden Zimmerpflanzenarten bepflanzen.

Den meisten gefällt es gut mit beiden Händen in der Erde herumzuwühlen.  Die Pflanzen dürfen anschließend mit nach Hause genommen werden und die Aussicht in den nächsten Wochen diesen kleinen, wundersamen Lebewesen beim Wachsen zuzuschauen macht Lust auf zuhause.

 

19.01.2017

Naturdetektive

Eigentlich war das Thema Eis geplant. Die Sonne schien, der erste richtig nachhaltige Frost hielt jede Feuchtigkeit fest im Griff und ich freute mich schon darauf mit den Schülern zur Lieblingsstelle an der Fösse zu wandern. Doch zu meinem Erstaunen wollten, bis auf eine Interessierte, alle Kinder noch mal zum Spielplatz gehen!

Also gut, da es das vorletzte Mal vor den Zeugnissen und somit in dieser Schülerzusammensetzung war, ließ ich mich überreden.

Statt in der wärmenden Sonne am Bach entlang zu gehen, froren Steffi und ich auf dem schattigen Spielplatz. Die Kinder hatten ihren Spaß und warme Hände.

Nach einer ausgiebigen Freispielphase konnten wir sie dann doch noch als Naturdetektive gewinnen. Anhand der letzten Spuren an und unter den Bäumen auf dem Spielplatz konnten die Ausschwärmenden die 3 gewünschten Baumarten Linde, Eiche und Ahorn identifizieren und so wurde der Ausflug doch noch dem Thema Natur entdecken gerecht.

 

26.01.2017

Feldsalat

Feldsalat ist eins der wenigen Gemüsesorten, die bei uns im Winter wachsen und geerntet werden können. Früher wuchsen sie wild auf den abgeernteten, winterlichen Feldern, daher ihr Name. Heute werden sie eigens für den Verkauf angebaut.

Wie einfach es ist, mit Feldsalat einen leckeren Salat herzustellen, konnten die Schüler nun selbst ausprobieren. Aus Äpfeln, Walnüssen, Feldsalat, etwas Essig, Öl und Salz sollte bei unserem letzten gemeinsamen AG Treffen ein schöner kulinarischer Abschluss entstehen.

Es wurde fleißig geschnippelt und am Ende kam sogar ein kleines Buffet dabei heraus, denn einige konnten keine Walnüsse mitessen, andere keine Äpfel, so dass alle Zutaten sowohl in natürlicher Form, als auch als zubereiteter Salat probiert werden konnten.

Die Schüler waren begeistert, über die tolle Geschmackskomposition und beim gemeinsamen Schmausen ließen wir die vergangenen gemeinsamen Naturerlebnisse noch einmal Revue passieren:

Es war eine schöne Zeit!

 

02.02.2017

Die neue Gruppe

Heute ist das erste Mal nach den Zeugnissen und außer zwei bekannten Gesichtern gibt es 13 neue. Nach dem Vorstellen und einem kurzen Kennenlernspiel wollen wir draußen ein paar Zweige sammeln.

Heute begleitet uns Klaus aus der Nachmittagsbetreuung, da Steffi zu einer Fortbildung durfte. Klaus ist den Kindern gut bekannt, und das ist schön!

Jeder Schüler darf sich einen eigenen Strauch aussuchen, von dem er mit der Gartenschere einen Zweig für unserer Experiment abschneiden darf. Es ist gar nicht so leicht für die Kinder die Gartenschere zu entriegeln, aber am Ende hält jeder einen Zweig in der Hand.

Ein Zweig schneiden wir von einem Bündel Zweige, das die Mitarbeiter des Grünflächenamtes am Weg deponiert haben. Man kann schon die Weidenkätzchen erahnen und ich bin über diese Fügung des Schicksals sehr froh, da ich Skrupel gehabt hätte Weidenzweige, diese wertvolle erste Bienennahrung des Jahres zu schneiden.

In der Schule angekommen, stecken die Schüler ihre Zweige gemeinsam ins Wasser. Mal sehen, was damit in der nächsten Zeit passiert.

 

09.02.2017

Mit Ferngläsern unterwegs

Als erstes bestaunen wir die Zweige im Wasserglas. Es ist in der letzten Woche bereits einiges vorgegangen. Ein Forsythienzweig ist komplett aufgeblüht, die erste Schlehenblüte ist zu bewundern, die Weidenkätzchen sind da und an den meisten Zweigen zeigen sich mehr oder weniger ausgeprägte grüne Blattspitzen.

Beim letzten Mal hatten sich die Schüler gewünscht mit Ferngläsern die Runde zu drehen, also bringe ich genug Geräte vom Schulbiologiezentrum mit. Den Umgang mit den Ferngläsern haben die Kinder schnell raus und so machen wir uns, diesmal wieder mit Steffi, auf den Weg.

Stolz erkunden die Schüler die Gegend. Sie entdecken Amseln, Kohlmeisen, Misteln und unzählige Vogelnester. Aber am meisten Spaß haben sie dabei Spaziergänger mit ihren Hunden vorauszusehen.

Auf unserem Weg legen wir noch einen Zwischenstopp auf einem Spielplatz ein. Einige Kinder sind viel zu dünn angezogen und müssen warmgerubbelt werden. Auch eine Entdeckung: in der Natur muss man sich dem Wetter entsprechend anziehen!

  

16.02.2017

Winterknospenwanderung

Es ist Mitte Februar, und die ersten Haselnussblüten blühen um die Wette. Letztes Jahr haben sie schon zu Weihnachten geblüht, in den Jahren davor Mitte Januar.

Die Natur entdecken heißt also auch, den Moment entdecken und wertzuschätzen.

Wir sind heute unterwegs auf der Suche nach Leben und stehen nun mit Überschlaglupen vor dem blühenden Strauch. Die auffälligen männlichen Blüten der Haselnuss kann man auch ohne Lupe deutlich sehen, sie hängen lang und gelbe Pollen stäubend von den Ästen herab.

Die weiblichen Blüten jedoch sind winzig klein, sie sehen Blattknospen ähnlich und schmücken sich mit roten Griffeln.

Die Schüler machen sich nun in Gruppen mit den Bestimmungsbüchern und den Lupen aus dem SBZ an die Arbeit die nähere Umgebung nach unterschiedlichen Sträuchern und den dazugehörigen Winterknospen abzusuchen.

Wer hätte gedacht, dass man auch im Winter genau sagen kann, vor was für einem Strauch man gerade steht.

 

23.02.2017

Regenwurminvasion

An diesem kalten Regentag wollen wir mit Regenwürmern experimentieren. Ob wir im Schulgarten wohl genug Tiere finden werden?

Schon auf dem Weg über den Schulhof stolpern die Schüler förmlich über Massen von Regenwürmern. Sie kriechen alle auf dem Boden herum und die Kinder müssen sie nur noch aufsammeln.

Nun geht es in den Raum, wo schon verschiedene Geräte auf den Einsatz warten: lange Glasröhrchen mit verschiebbaren schwarzen Papprollen, Spiegel, Glasscheiben, Holzklötze und natürlich Handlupen.

Die Schüler erforschen die kleinen und großen Tiere eigenständig in den Gruppen.

Am Ende befüllen sie noch einen Beobachtungskasten, der von nun an für 3 Wochen in der Schule bleibt. Drei Regenwürmer dürfen in die komfortabel eingerichtete Wohnung einziehen, der Rest wird wieder auf dem Hof freigelassen.

 

02.03.2017

PH Wert Messung im Schulgarten

Woher kommt eigentlich die Erde im Schulgarten und ist sie auch gut genug für das was im nächsten Jahr dort wachsen soll?

Um das herauszufinden, müssen die Schüler zunächst einmal gemeinsam an der Tafel erarbeiten, woraus diese humusreiche Schicht in der die Pflanzen so üppig wachsen, eigentlich besteht. An der Tafel entstehen bildreiche Silouetten der Landschaftselemente:

Berge, Flüsse, Meere, Vulkane, Tiere und Pflanzen, und das was sie auf der Erde an Spuren hinterlassen, werden unter viel Gelächter von den Schülern gemalt.

Nach der Theorie geht es hinaus in den Schulgarten. Jedes der 5 Hochbeete wird von einer Arbeitsgruppe auf den Ph Wert untersucht. Am Ende haben die Schüler 2 Beete mit starkem, 2 Beete mit mittlerem und 1 Beet ohne Kalkbedarf ermittelt.

Nun kommt es nur noch darauf an, was gepflanzt werden soll. Denn ob der Boden mit Kalk nachgebessert werden muss, ist vom jeweiligen Bedarf der Pflanze abhängig und der ist je nach Pflanzenart unterschiedlich. Während Weizen beispielsweise einen PH-Wert von 6,5-7,0 liebt, bevorzugt Hafer einen schwachsauren Boden mit einem Wert von 6,0.

 

09.03.2017

Spielenachmittag

Nun haben wir schon den 3. Termin in Folge mit Bindfadenregen.

Eigentlich wäre ich trotzdem gern rausgegangen, aber ich habe die Rechnung ohne die Kinder gemacht: Sie sind einstimmig dagegen!

Es wird ein Spielenachmittag gewünscht und ich beuge mich der Mehrheit:)

 

16.03.2017

Erste Frühlingsboten

Der Frühling ist da! Endlich!

Wir machen uns heute auf den Weg um nach den ersten essbaren pflanzlichen Frühlingsboten zu schauen. Und wir entdecken schon so einiges:

  • Das Scharbockkraut, das die Seeleute früher immer mit auf langen Schiffsreisen mit dabei hatten, weil es als wichtiger Vitamin-C Spender gegen die gefürchtete Krankheit Skorbut half.
  • Die Vogelmiere, die jetzt mit ihren winzigen weißen Blüten und den grünen Polstern nackte Böden bedeckt und nach erdigem Zuckermais schmeckt.
  • Die rote Taubnessel, die mit ihren pinkfarbenen Lippenblüten die ersten Hummelköniginnen mit ihrem süßen Nektar versorgt und auch in der menschlichen Küche vielfältig eingesetzt werden kann.
  • Den Bärlauch, der seinen Namen von den vom Winterschlaf ausgehungerten Bären bekam, die sich die leckere Pflanze als Powerfood schmecken ließen.
  • Den Giersch, den die Römer vor 2 000 Jahren mit nach Deutschland brachten, weil sie ihn so gerne Schmorten.
  • Und natürlich die Brennnessel, mein Lieblingswildgemüse!

 

23.03.2017

Im Wald

Diesmal erkunden wir gemeinsam das kleine Waldstück.

Die Kinder sind genauso begeistert von den vorhandenen Naturbauwerken, die andere vor ihnen hier gebaut haben, wie die Gruppe vom letzten Schulhalbjahr. Eine Art Tipi mit Umzäunungen und einigem Zubehör. Sogar ein Besen ist dabei. Umso erstaunter sind sie, dass es auch in der freien Natur Regeln gibt, die man befolgen muss. Beispielsweise nichts aus den Bauten anderer wegzunehmen oder zu zerstören. Auch wenn es hier keine Überwachungskamera gibt!

Aber selbst weiterbauen macht sowieso noch mehr Spaß!

Weiter hinten hat der Sturm einen Baum umgeworfen, der wird sofort bestiegen.

Schade, dass der Weg dorthin so weit ist. Wir brauchen mindestens eine halbe Stunde für den Hinweg. Es gibt zu viele attraktive Hindernisse, die vom Weg weglocken. Auf dem Rückweg geht es meist etwas schneller.

 

30.03.2017

Nachwuchs auf dem Spielplatz

Die Kinder möchten nach dem langen Fußmarsch beim letzten Mal diesmal gerne auf den nahe gelegenen Spielplatz.

Nach einer ausgedehnten Freispielphase sehen wir uns doch auch noch um, ob wir etwas Spannendes aus der Natur entdecken können.

Und das gibt es natürlich.

Wir sehen überall kleine Keimlinge. Bei näherer Betrachtung handelt es sich dabei um Baumkeimlinge. Hunderte, nein Tausende kleiner Ahornbäumchen. Wir suchen nach den Elternbäumen und finden sie nicht. Nanu?

Von dem kleinen etwa 50 cm großen Ahornbäumchen, das sich neben einer großen Buche angesiedelt hat, können die Sämlinge ja wohl kaum sein.

Nein! Die Erklärung ist ganz einfach: die Elternbäume haben im Gegensatz zum Nachwuchs einfach noch keine Blätter ausgebildet. Deshalb sind sie so schwer zu erkennen. Da ich aber die Ahornbäume noch vom letzten Jahr kenne, erkenne ich sie auch ohne Blätter wieder, allein durch die Rinde. Auch ohne Bestimmungsbuch.

Wir rätseln noch ein wenig, warum der Baumnachwuchs vor den erwachsenen Bäumen die Blätter bekommt. Es entstehen einige interessante Theorien, dann müssen wir schon wieder zur Schule zurück.

 

06.04.2017

Feuer im Schulgarten

Steffi ist heute bei einer Fortbildung und deshalb bleiben wir auf dem Schulgelände.

Ich bin darauf vorbereitet und habe mich mit Handlupen, Becherlupen und Bestimmungsbuch bewaffnet. Wir bilden 2er Gruppen und machen uns auf den Weg zum Schulgarten um uns auf die Suche nach kleinen Krabbeltieren zu machen.

Soweit die Theorie. Doch dann fällt ein Sonnenstrahl auf eine der Handlupen und weiter auf eine Kinderhand und ein anderes Thema ist geboren: Hitzestrahl durch Bündelung der Sonnenstrahlen und ihre Auswirkungen.

Die Kinder testen die Kraft der Sonne erst auf ihren Händen, dann auf trockenen Blättern und Zweigen. Solange bis das erste kleine Flämmchen auflodert und blitzschnell lauter kleine Grüppchen vor mehr oder weniger großen Streuhäufchen auf den Steinplatten im Schulgarten hocken. Schwer beschäftigt!

Immer wieder ziehen große Wolkenfelder über den Himmel. Nie haben so viele Augenpaare die Sonne sehnsuchtsvoller herbeigewünscht.

Es klappt immer besser und ich muss schließlich die Aktion beenden. Ich vertröste sie auf ein richtig großes Lagerfeuer, das wir gemeinsam bald mal auf dem El Dorado Gelände entfachen werden.

Und dann geht´s schon in die Osterferien.

 

27.04

Traubenkirsche - Was ist denn das?

Ab heute begleitet uns Hadi bei unseren Ausflügen. Er macht für seine Ausbildung zum Sozialassistenten gerade sein Praktikum in der Friedrich-Ebert-Schule. Steffi übernimmt bald ihre eigene Kindergruppe und wird uns bald nicht mehr begleiten.

Wir machen uns also mit gestärkter Mannschaft und voller Elan auf den Weg. Heute haben wir uns zum Ziel gesetzt Schnecken zu entdecken.

Wir gehen zur Abwechslung mal wieder in der anderen Richtung an der Fösse entlang. Die Kinder suchen unter jedem Stein, unter jedem Blatt und unter jedem Ast.

Von Schnecken keine Spur!

Stattdessen angeln die Kinder mit Ästen eine Menge Algen. Wir finden die erste Kirsche des Jahres, zumindest das was einmal eine Kirsche werden möchte und probieren die essbaren Blüten der Traubenkirschen.

 

04.05

Schnecken 1

Aufgrund des akuten Schneckenmangels in Hannovers Natur, habe ich heute Weinbergschnecken aus meinem Garten in Deckbergen mitgebracht.

Ich bereite 4 Gruppentische vor: Mit verschiedenen Blättern und Blüten aus der Natur und einem Stückchen mit etwas Wasser befeuchtetem Brötchen. Mal sehen welche Gruppenschnecke als erstes Hunger hat.

Danach improvisiere ich noch ein paar spontane Tests. Das kommt gut an und wir lernen eine Menge über das Verhalten von Schnecken.

Abschließend veranstalten wir noch ein Schneckenwettrennen. Schnecke Christoph gewinnt.

Die Zeit mit den Schnecken verfliegt so schnell und die Kinder haben zahlreiche Ideen, was man noch alles für die Schnecken bauen und dabei untersuchen könnte. Ich verspreche die Schnecken auch beim nächsten Mal wieder mitzubringen.

 

11.05

Schnecken 2

Draußen schüttet es in Strömen.

Gut, dass wir heute wieder mit den Schnecken weitermachen wollen. Im Internet habe ich noch unzählige tolle Experimente zum Thema Schnecken entdeckt und so fahre ich bewaffnet mit diversen Materialien nach Hannover.

Ohne Stau bin ich viel zu früh da und beschließe noch etwas spazieren zu gehen und bei dieser Gelegenheit die Schnecken samt Gefäß in der Fösse zu reinigen.

Fataler Fehler.

Nachdem ich auch Schnecke Nummer 4 gebadet, habe entdecke ich, das Nummer 1 etwas weißes abgesondert hat und realisiere entsetzt, das ich sie gerade allesamt in ihren Todfeind getaucht habe: Salzwasser!

Ich laufe schnell zur Schule und wasche sie gründlich mit Süßwasser aus der Leitung.

Als die Kinder kommen muss ich erst mal beichten.

Und so stehen wir erstmal besorgt um die Tische mit den unterschiedlichen Experimenten herum und die Kinder versuchen die Schnecken, die sich nun in ihren Häusern verstecken, wieder heraus zu locken.

Nach und nach gelingt das auch und so wird doch noch alles gut.

 

 

25.05

Mit allen Sinnen

Heute ist es furchtbar heiß und wir machen uns mit einem Bollerwagen auf den Weg.  Auch Lucie von der Ganztagbetreuung ist ausnahmsweise mit dabei.

Beim Schnullerbaum, im kühlen Schatten der Bäume, schlagen wir unser Lager auf.

Ich habe meinen Kleiderschrank geplündert und Schals und Halstücher mitgebracht. Jeweils zu zweit oder zu dritt sollen die Kinder ihre Sinne schärfen. Mit verbundenen Augen finden sie ausgewählte Bäume wieder. Als blinder Kindertausendfüssler, angeführt von einem sehenden Kind, schlängeln sie sich mit geschlossenen Augen durch die hohe Wiese unter den Bäumen.

Wie so oft finden wir auch etwas Essbares in der Natur. In diesem Fall ist es der Löwenzahn, deren Blätter, Blüten und Blütenstiele für Erwachsene supergesund sind. Aufgrund der Bitterstoffe ist er für Kinder aber eher ungeeignet, gilt für sie deshalb sogar als bedenklich. Wer möchte darf aber den Geschmack der milden Löwenzahnblütenblätter kennenlernen.

 

 

08.06

Wasserstelle ohne Erdbeeren

Diesmal wollen wir uns auf die Suche nach Walderdbeeren, bzw. eine geeignete Stelle für deren Ansiedlung machen.

Dazu erfahren die Schüler etwas über die Walderdbeere und dürfen sowohl ihren einzigartigen Duft, als auch ihren Geschmack kennenlernen. Das Glas mit den mitgebrachten Früchten aus meinem Garten macht mehrmals die Runde, bis es leergefuttert ist.

Wie vermutet finden wir keine freilebenden Walderdbeeren auf unserem Weg, dafür aber viele schöne Stellen.

Die Ansiedlung muss aber noch etwas warten, denn wie ich erfahre, ist das nächste Treffen schon das letzte vor den Sommerferien und dafür hatten wir ja schon den Besuch im El Dorado geplant.

Wir haben noch Zeit und gehen zum Wassertretplatz an der Fösse.

Dort dürfen die Kinder Wassertiere für die Beobachtung in Petrischalen, die ich vorsorglich dabei habe, fangen. Und das sind unglaublich viele: Wasserkäfer, Kaulquappen, Libellen und zum Schluss noch blutrünstige Egel.

Schweren Herzens werden die Tiere wieder freigelassen.

 

15.06

Lagerfeuer am heißesten Tag

Die Kinder haben sich schon so lange auf unser Abschlußlagerfeuer im El Dorado gefeut und nun das.

Es ist sooo heiß.

Wir machen uns trotzdem fröhlich auf den Weg. Das Lagerfeuer wird gemeinsam entfacht und die Marshmallows gebrutzelt. Eine Oma hat sogar für alle einen leckeren Kuchen gebacken.

Und die Kinder wünschen sich nichts sehnlicher als Eis!

Also macht sich Hadi mit ein paar Kindern nochmal auf den Weg und holt Eis. Nun ist auch der Letzte glücklich und wir verabschieden uns in die F E R I E N.

 


 

 

 

 

 

Birgit Brinkmann
Diplomsozialwissenschaftlerin
Spezialgebiet: Ernährung und Ökologie

www.kann-man-essen.de

Ein Kontakt kann über die Kontaktdaten der Ganztagsschule hergestellt werden.

Und als Bloggerin unter: https://brennnessellobby.wordpress.com

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